Fotografie verführt zu Abwegen. Doch Trittspuren erodieren Hänge, Stative blockieren Pfade, und wilde Picknicks hinterlassen mehr als Krümel. Bleibe auf markierten Wegen, sichere dein Stativ mit niedrigerem Schwerpunkt, und meide Kanten bei Wind. Nimm alle Verpackungen mit zurück, lagere Chemikalien ausschließlich zuhause, und halte Rastplätze sauberer, als du sie fandest. Diese Haltung schützt Alpwiesen, Ziegenpfade und das stille Einverständnis derer, die dort leben und arbeiten.
Kühe sind neugierig, Kälber sensibel, und Hunde haben Aufgaben. Halte Abstand, schließe Gatter, und bewege dich ruhig. Blitze sind überflüssig, laute Anweisungen ebenso. Frage höflich, bevor du Details an Höfen fotografierst; oft ergeben sich wunderbare Porträts mit einem herzlichen Danke und einem späteren Abzug per Post. Respekt zeigt sich auch darin, Wege frei zu halten, keine Drohnen zu starten, und den Alltag der Menschen nicht zur Kulisse zu degradieren.